Wechseljahre (Klimakterium)
Für viele Frauen sind die Wechseljahre (zwischen Mitte 40 und Anfang 60) eine schwierige Phase. Der Schlaf ist gestört, es treten Hitzewallungen, Blutungsstörungen, sexuelle Beschwerden, Gelenkschmerzen und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen und stetig ansteigendem Gewicht auf. Die Liste der individuellen Beschwerden ist unterschiedlich.
In den letzten Jahren hat sich auch bei den Gynäkologen ein positiver Wandel in Bezug auf die Hormonersatzbehandlung (HET/HRT) gezeigt, da aktualisierte wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Frauen durchaus einen Vorteil durch die Hormontherapie haben.
Frauen wurde
seit der Veröffentlichung großer amerikanischer und britischer Studien im Jahr 2001 (WHO-Studie "One Million Women Study") von der Hormontherapie wegen eines möglicherweise erhöhten Brustkrebsrisikos abgeraten.
Nur wenige Jahre später wurden die Studienergebnisse von den wissenschaftlichen Autoren widerrufen und korrigiert.
Mittlerweile werden die Vorteile einer individuellen (peri)menopausalen Hormonsubstitution neu bewertet.
Diese sind z.B. Schutz vor Osteoporose, Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Reduktion von klimakterischen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, Verbesserung des Schlafes, Behandlung der trockenen Schleimhäute
(insbesondere Vaginalatrophie), Reduzierung des Darmkrebsrisikos.
Das Brustkrebsrisiko unter einer zeitlich auf das Klimakterium begrenzten Hormontherapie, ist im Vergleich zu Übergewicht (Adipositas), jahrelangem Nikotinkonsum, und mangelhafter sportlicher Betätigung deutlich
geringer einzustufen. Das heißt, der persönliche Lebenswandel kann ein vielfach höheres Risiko darstellen als eine Hormonsubstitution.
Natürlich sollte eine HET nur erfolgen, wenn Sie unter Abwägung Ihrer individuellen Risiken (z.B. Thromboserisiko, Nikotinkonsum, Übergewicht, familiäre Belastung mit bestimmten Krebserkrankungen) den Wunsch und entsprechende Beschwerden haben.
Auch ist eine regelmäßige Überprüfung der Notwendigkeit ratsam und vorgegeben.
Die menopausale Hormonersatzbehandlung als eigentliche Therapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die ausführliche Beratung zu Vorteilen, Nebenwirkungen und eventuellen Risiken (auch hartnäckigen Fehlinformationen) allerdings, die immer mehr Frauen dazu wünschen, ist als pauschale Kassenleistung im Sinne einer Beratungs- und Behandlungsgebühr (ähnlich in der Schwangerschaft) nicht vorgesehen! Die Kassen haben dafür kein Geld übrig, obwohl es derzeit 9,5 Millionen Frauen in den Wechseljahren gibt. Daher wird bei einer ausführlichen Beratung eine Gebühr nach Privatärztlicher Gebührenordnung GOÄ erhoben! Wir bitten um Verständnis.
Eine mögliche Alternative zu "echten Hormonen" stellt unter anderem die naturheilkundliche Behandlung mit Mönchspfeffer (Agnus castus) und Traubensilberkerzenextrakt (Cimicifuga racemosa) dar. Aber auch darüber beraten wir Sie gerne.
Zu guter Letzt bieten wir in unserer Praxis die Behandlung mit bio-(human)identischen Hormonen nach Dr. RIMKUS® an.
Herr Dr. Volker Rimkus, selbst Gynäkologe, Endokrinologe und Reproduktionsmediziner wendet diese Behandlungsoption für Frauen und Männer mit Wechseljahresbeschwerden seit Jahren erfolgreich an.
Da es sich bei der RIMKUS-Methode® nicht um eine anerkannte schulmedizinische Therapie handelt, ist die Diagnostik und Behandlung ausschließlich eine Selbstzahlerleistung, die nach der Privatärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) berechnet wird. Auch ein Anspruch gegenüber den privaten Krankenversicherungen kann nicht geltend gemacht werden.
Informationen zur RIMKUS-Therapie® finden Sie unter: www.hormon-netzwerk.de
Darüber hinaus gibt es zur hormonellen Lokaltherapie die Estriolbehandlung in Form von Scheidenzäpfchen oder -creme für die Frauen, die unter Scheidentrockenheit und vaginalen Missempfindungen, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr durch Trockenheit, Harninkontinenz und wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden. Diese explizit auf den Genitalbereich begrenzte Hormonbehandlung wird von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.
